Frost ist in den Wintermonaten die häufigste Schadensursache an Gebäuden. Denn die Kälte kann dazu führen, dass Wasser- und Heizungsrohre platzen, da sich gefrierendes Wasser ausdehnt. Taut dieses dann bei steigenden Temperaturen wieder auf, droht ein massiver Wasserschaden, der sich durch das gesamte Mauerwerk ziehen und teure Reparaturen nach sich ziehen kann. Wasser vergrößert in gefrorenem Zustand sein Volumen um knapp 9 % – und dies kann auch innerhalb Heizkesseln, Heizkörpern, Heizschlangen, Fußbodenheizungen und Wasserleitungen geschehen. Das gefrierende Wasser sprengt buchstäblich seinen Rahmen und fließt in getautem Zustand aus den Installationen heraus. Durch geplatzte bzw. eingefrorene Leitungen entstehen der Wohnungswirtschaft jährlich Schäden in Millionen Höhe. Der Gesamtverband Deutscher Versicherer beziffert die Schäden durch Frost und Kälte jedes Jahr auf ca. 35.000 Fälle was einer Summe von ca. 135 Mio. EUR entspricht.

So lassen sich Frostschäden verhindern

1. Das wirksamste Frostschutzmittel für Wasserrohre ist Wärme. Deshalb sollten alle Räume ausreichend beheizt werden.
2. Das Heizungsventil sollte nie vollständig zugedreht werden. Das gilt vor allem auch für wenig genutzte Räume wie Keller, Vorrats- oder Abstellräume, Gästezimmer und Gäste-WC. Die Frostschutzstellung am Heizkörperventil schafft nur bedingt Sicherheit: Der sogenannte Frostwächter sorgt lediglich dafür, dass der Heizkörper nicht einfriert. Rohre, die entfernt vom Heizkörper verlegt sind, werden nicht geschützt.
3. Bei unbewohnten Einheiten muss natürlich das Wasser abgestellt werden.
4. Wasserleitungen im Außenbereich oder in unbeheizten Räumen möglichst vom Wasser nehmen und leerlaufen lassen.
5. Bei undichten Fenstern oder Außentüren sollten Hausbesitzer die Isolierung ausbessern, damit keine kalte Zugluft auf die Rohre einwirken kann. Dabei sollten unbedingt auch die Kellerfenster geprüft werden!
6. Freiliegende Wasserrohre und -speicher sollten mit wärmedämmendem Isoliermaterial vor den kalten Temperaturen geschützt werden.

So sind Frostschäden an Wasserleitungen versichert
Frostbedingte Schäden sind durch die Gebäudeversicherung abgedeckt. Gemäß den Bedingungen gelten wasserführende Leitungen und die dazugehörigen Anlagen die der Versorgung des Gebäudes dienen als Vertragsbestandteil. Darüber hinaus sind auch durch Frost beschädigte Armaturen versichert.

Der Hausrat der Mieter muss über eine separate Hausratversicherung gegen Leitungswasserschäden versichert werden. GErn arbeiten wir Ihnen hier entsprechende Texte für die integration in Ihre Mieterpost zu.