Im Zuge einer Badsanierung beauftragen Sie die Handwerksfirma X für die Erneuerung der Duschanlage. Diese soll zukünftig ebenerdig und behindertengerecht verbaut werden.

Ca. 1 ½ Jahre nach der Sanierung werden Nässeerscheinungen an Decke und Wände im darunterliegenden Bad festgestellt. Durch eine Leckortungsfirma konnte die Ursache in der Schadenwohnung im Duschbereich festgestellt werden.

Folgender Nässefolgeschaden ist entstanden:

  • Erneuerung des Fußbodens 10.000 €
  • Trocknungsarbeiten 2.000 €
  • Malerarbeiten 3.000 €

Die damals beauftragte Handwerksfirma hat die Verbundabdichtung mangelhaft erstellt, somit konnte über den gesamten Zeitraum das Wasser unbemerkt in den Boden eindringen.

Mitte 2017 sind die neuen Normen zur Bauwerksabdichtung bereits in Kraft getreten. So beschäftigt sich die DIN 18534 mit der Abdichtung von Innenräumen. Sie regelt, wie unter dem keramischen Belag abgedichtet werden soll– also beispielsweise welche Abdichtungsart in Duschanlagen im privaten Bereich anzuwenden ist.

Für einen Mängelanspruch gegenüber der damals beauftragten Fachfirma müssen Verjährungsfristen eingehalten werden.

Die regelmäßige Verjährungsfrist § 195 BGB beträgt drei Jahre.

Jedoch weichen die Verjährungsfristen bei Werkverträgen von den allgemeinen Fristen ab, bei Werkleistungen, die die Herstellung, Wartung oder Veränderung (z.B. Reparatur) einer Sache betreffen, beträgt sie nur zwei Jahre § 634a BGB.

 

Mängelansprüche die Sie also direkt an die Handwerksfirma stellen, können ein erheblichen Zeitaufwand mit sich bringen. Sofern eine schriftliche Fristsetzung zur Mängelbeseitigung angezeigt und diese nicht eingehalten wurde, können Sie den Mangel selbst beseitigen lassen.

Über Ihre Wohngebäudeversicherung übernehmen wir die Kosten für den entstanden Nässefolgeschaden. Des Weiteren prüfen wir für Sie die Regressmöglichkeiten um die Forderung des entstandenen und regulierten Schaden einzuholen.